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  HAUS J  
     Raum Stuttgart      

Projektbeschreibung

Haus J befindet sich im Großraum von Stuttgart in gewachsener Wohnlage.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht das Familienleben.

Das Haus besteht aus 3 Gebäudeteilen, zeigt sich zur Straße zurückhaltend und öffnet sich großzügig zum Garten. Herzstück ist ein Gebäudevolumen, welches von mehreren Ebenen durch das Familienleben bespielt wird.

„Ein Haus wie es ein Kind malen würde“

Mit diesem Wunsch haben wir ein Haus für eine Familie entwerfen dürfen, welches mit dem Tagesablauf der Nutzer harmoniert. Aufgrund der Höhenvorgaben des Bebauungsplans konnte durch die Wahl des Satteldaches mit einer Neigung von 45° die bestmögliche Flächennutzung generiert werden.

Das Gebäude hat mit dem Satteldach zunächst eine sehr klassische Form,

welche durch die Aufteilung in 3 Gebäudeteile und die jeweilige Materialwahl aufgebrochen wird.

Das „Haupthaus“: beinhaltet die vorwiegend zweckgebundenen Räume

Die Lichtfuge: eine transluzente Zäsur aus Polycarbonat-Stegplatten, welche sich von Nord nach Süd über Fassade und Dach zieht und das verbindende Element zwischen Haupthaus und hinterem Gebäudevolumen ist.

Das Herzstück des Hauses bildet das zum Garten hin orientierte Gebäudevolumen.

Es ist zentraler Punkt des Familienlebens und wird von mehreren Ebenen bespielt.

 

Auf der „Ankommensebene“ befindet sich die Küche. Die Arbeitsfläche des Küchenblocks geht auf gleicher Höhe in die Spielebene über. Die Kinder haben so ihren ganz eigenen Bereich im Haus, welcher sehr zentral und gleichzeitig „aufgeräumt“ ist. In Ruhe kochen, während die Kinder in Blickweite spielen.

Auf der unteren Ebene mit Zugang zum Garten befindet sich der Ess- und Wohnbereich. Verschiedene Raumhöhen lassen unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten entstehen. So hat der Essbereich die doppelte Raumhöhe, während Sofa und Sitzmöbel in der gemütlichen Nische unterhalb der abgehängten Spielebene Platz finden. Vom Zwischenpodest auf Höhe der Spielebene erreicht man das Obergeschoss über eine freispannende Stahltreppe. Die innere Erschließung liegt komplett frei unter der Lichtfuge, wodurch das Treppenelement zur Bespielung des Raumes beiträgt.

 

Das Gebäude zeigt sich zur Straße zurückhaltend und öffnet sich großzügig zum Garten. Die Straßenseite und das komplette Haupthaus wurden bewusst ruhig aber detailreich gehalten. Der Neubau sitzt giebelständig zur Straße und fügt sich durch Form- und Farbwahl als moderne Interpretation des Satteldachs in die gewachsene Umgebung ein. Die Fenster zur Straßenseite sind hauptsächlich der als Maisonettewohnung ausgebildeten Einliegerwohnung zugeordnet.

Das Gebäude ist ein Massivbau. Der vordere Teil wurde in einschaligem, ungefülltem Ziegelmauerwerk mit 42,5cm Wandstärke errichtet. Der hintere Teil ist in Stahlbeton konstruiert, welcher im Inneren sichtbar blieb.

Der hintere Gebäudeteil hat eine Aluminiumraute, welche sich schuppenartig über Wand und Dach zieht und den Körper monolithisch wirken lässt. Die Lichtfuge aus Polycarbonat-Stegplatten streut im Inneren das Tageslicht und zeichnet sich bei Dämmerung leuchtend nach außen ab.

Daten

Bauherr:

privat

Ort:

Raum Stuttgart

Planungsleistung:

LPH 1-8

Planungszeit:

2017 - 2019

Stand:

2019 fertiggestellt

Fläche:

335 m² BGF

Bauphysik:

IB Keller, Tübingen

© noma architekten

Nora Woborny, Maik Schöffel PartGmbB